Gedanken über dezentrale soziale Netze
YAK ist ein Service, bei dem Nutzer ihre Daten zusammenbringen, die dann von YAK verarbeitet, aufbereitet und schön handlich zurückgegeben werden. Die größte Arbeit für die Nutzer ist tatsächlich das Zusammenbringen, das Eintragen dieser Daten. Das ist vor allem deswegen ärgerlich, weil ein Teil dieser Daten, die Kontaktdaten, schon auf mehreren anderen Accounts im Internet liegen.
Ich habe mir schon überlegt, einen Bot für ein soziales Netz wie zum Beispiel schülerVZ zu schreiben. Wenn dort schon ein Grooßteil der YAK-Nutzer angemeldet ist, könnte ein Redakteur einfach diesen Bot in eine Gruppe einladen, in der auch der Rest der Schüler ist. Der Bot würde dann die Profile der Mitglieder der Gruppe durchgehen, die Basis-Daten auf YAK vermerken und eine Nachricht mit YAK-Link an die Gruppenmitglieder verschicken. Das würde für die Redakteure alles wunderbar einfachen machen.
Aber optimal ist das nicht. Immerhin ist dieser Bot von der Profil-Struktur im schülerVZ abhängig und muss ggf. immer mal wieder angepasst werden (ganz abgesehen davon, dass nach AGB Bots sicherlich unerwünscht sind). Der Gedanke hinter dezentralen sozialen Netzen ist nun, dass der Nutzer diese Daten nicht immer wieder eintippen muss, YAK aber auch nicht in anderen proprietären, unsemantischen Quellen stöbern muss, sondern dass die Identität eines YAK-Nutzers implizit durch seine Mitgliedschaft in verschiedenen Netzwerken bekannt ist und seine Daten geschützt und semantisch verpackt verfügbar sind.
Dies kann man erreichen, in dem die verschiedenen Netzwerke APIs bereit stellen, so dass andere Applikationen mit den Daten interagieren können. Facebook hat es schon sehr schön vorgemacht.
OpenID, was ja gerade bei YAK eingeführt wurde, ist ein weiterer entscheidender Part: der Nutzer hat die volle Kontrolle und kann mehrere Services nutzen. Da man mit seinem OpenID-Account auch verschiedene andere Daten verknüpfen kann, könnte YAK, anstatt, dass der Nutzer sie eingibt, diese beim OpenID-Provider anfragen (was auch demnächst passieren wird). Leider ist OpenID noch nicht verbreitet genug, als dass man sich darauf verlassen könnte, daher bleiben alle anderen Wege bestehen.
Auch wenn YAK jetzt wahrlich kein großer Webservice ist, die Veränderung im kleinen voran zu treiben bewegt vielleicht die Großen ihre Schnittstellen zu öffnen und die Nutzerdaten den Nutzern zurückzugeben.
Am 29.09.2007 um 02:05 Uhr
Wollt nur mal ein großes Lob für yak abgeben.
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Unsere stufe wird das ja höchstwahrscheinlich auch nutzen in 2 jahren
also das ist echt top! genau das was man mal brauchte.
Ich hab yak mal auf unserestufe-feg.de/wp verlinkt, falls das ok ist.
werbung schadet nie oder?
Also gute Arbeit
Ramin